9. Dezember 2014

Werfen wir einen Blick in diese Stadt. Die liegt da rum, diese Stadt, 
hat die Natur platt gemacht, 
um sich als Stadt zu behaupten, was aber Jahre her ist,
 und jetzt kennen die Leute nur noch: die Stadt
Da liegt sie also und sieht aus wie alle anderen Städte, 
fühlt sich auch genauso an. Copy and paste waste
Kopiere Scheißstile und dupliziere sie. 


Diese Stadt beinhaltet viele leere Körper mit ansonsten schweren Herzen,
 die alle Geschichten mit sich rumschleppen, die zu schleppen sie ermüden. 
Und sie taumeln durch unsere Städte und Leben und sitzen in den Cafés 
und tanzen in den Clubs und denken sich, dass es zu spät ist,
 jetzt noch eine Richtungsänderung vorzunehmen, denn die leeren Körper
 mit den schweren Herzen sind so schwer manövrierbar. 
Wie lächerliche Untote aus drittklassigen Zombiefilmen, 
so sieht man sie ihr Leben gestalten, immer wieder mit dem festen Willen,
 dass man den Tod in den Visagen nicht erkennen soll.
 Und so wird überkosmetikt, was die Realität schreien will,
 da werden Schreiende einfach erstickt oder als Kunst oder Irrsinn hingestellt,
 obwohl sie, die Schreienden, es so ernst meinen, dass es weh tut. 
Ihnen und anderen. Und es tut nur weh, weil es wirklich wahr ist.



3. Dezember 2014

Ohne Waage Zutaten vermengen, und nach mächtiger Teigkneterei war es dann soweit; Keksausstechen.
Da der kleine Backofen sehr äh klein war, wurde es ein ewiges Blech rein,
Blech raus. Hat sich aber ausgezahlt. 
Der Zweck von Essen heutzutage besteht nicht mehr darin gut zu schmecken
oder nahrhaft zu sein, nö, es soll gut aussehen und internettauglich sein.
Hier scheint es als würde Kekse fotografieren mehr Spaß machen als
die Keksproduktion selbst.
(Psshh vielleicht tut es das ja auch)
Eine Keksraute am Rande, hust
Weihnachtsmarktbummelei fand ich schon immer ganz schön und nett.
Auch wenn eher Wasser vom Himmel fällt als Schnee. Und der Wind
 die Finger taub macht. Und die Weihnachtslieder einfach fehl am Platz sind.
 Und die Weihnachtsmützen und Rentiergeweihe am Personal ziemlich traurig aussehen.
Und alles verfickt überteuert ist.
Aber Weihnachtsmarktbumelei ist ganz schön und nett weil es Suppe im Brot gibt.
 Dafür existiere ich,  dafür  stehe ich jeden Tag auf. Für Suppe im Brot.
Richtig richtig guter Suppe im Brot.
So wie auch letztes Jahr geben die Leute auf der gegenüberliegenden Straßenseite
 schon richtig Gas. Da es schon so früh dunkel wird haben sie sich einfach ne
artifizielle Sonne an die Fenster geklebt. 
Mit Anna gabs nen vorweihnachtlichen Ikeabesuch. Ich zähle mich
zu der Sorte der Ikeabesucher, die sich auf die kleinen Dekoartikel
und  Schnickschnack konzentriert der überall auf Schreibtischen liegt
oder in Regalen plaziert ist. Und dieser Schatz hier lag inmitten
von anderen merkwürdigen Büchern.
MAN DIESER TYP IST SO GESEGNET MIT SEINEM NAMEN
Ey, ich sah so diesen Vorhang. Vorhang vor ner Wand.
Und irgendwas zog mich zu diesem Vorhang.
Zu diesem Vorhang vor ner Wand.
Irgendwas befohl mir den Vorhang, den Vorhang vor der Wand,
mal beiseite zu schieben. 
Und dann offenbarte sich mir die Antwort auf all die Probleme jeder
 einzelnen geplagten Seele auf dieser Welt.
Zufall? Ich denke nicht. Ich wurde auserwählt um diese Botschaft zu finden,
und sie mit der Welt zu teilen. Spread the word!
So, dads war wohl eines der besten Konzerte auf denen ich jemals war.
 Celine als Support für Moom Mama. War natürlich ausverkauft.
 aber zwei Stunden vor Auffürungsbeginn hat Karin noch Karten auftreiben können.
 Gott segne dich Karin.
Es war so wundervoll.

Lutschbonbonpause!
Bassdrum und Snaredrumbattle!
Keno so am schweben
Puh das war n super Abend.

So, das links, das links da bin ich. Das rechts, das mit dem Macbook ist Milena.
 Und wir, wir sitzen so in der Vorlesung. Immer sechste Reihe, manchmal fünfte.
 Jedenfalls hören wir grad so zu. Ist immer super interessant.
Stark viel Philosophie, Filmtheorie, ich mags.
Doch an dem Tag war ich bisschen müde. 

Müdigkeit lässt Freiraum für Blödheit. Kinderhumor.

Kinderhumor den ich an Milena auslebe. 

Also zu diesem Zeitpunkt wars sehr witzig. Wirklich sehr witzig.
Wenn man sich in der Ubahn an ner Stange festhält, siehts so aus als würde
 das Gesicht grad an ner Stange würgen. Oh man
Das ist Anna. Anna ist Kaufsüchtig. Und verrückt nach Katzen.
Und sehr kaufsüchtig, hab ich das schon erwähnt?
Yep, genau das hat sie sich gekauft. Um eins in der Früh kommt von der anderen
 Seite des Regals "Gobsi ich hab mir das Shirt gekauft"
Achja, das Paket hat sie dann doch wieder zurückgeschickt.
Achja zum Zweiten; Sprünge am Smartphone zeugen von "locker sein".
Was ziehen wir nun aus diesen zwei Bildern?
 Anna ist eine ziemlich lockere kaufsüchtige Person die ein starkes Faible für Katzen hat
. Ein sehr sehr starkes.

[EDIT: SIE HAT DOCH EINS BEHALTEN DIE KATZEN KONTROLLIEREN SIE]














Hier ein wenig Shoegaze. Angenehmen Advent! 
Und die die zur Sorte der Leute gehören die nur nörgeln wie maerialistisch und 
geheuchelt alles zur Weihnachzeit ist; pssshh, nicht so miserabel sein.



8. November 2014

Das Absurde am Leben macht es erst erträglich





Unglaublich bedrohlich. Dieser Blick übertrifft jeden Wahnsinn.

Das Wahnsinnige gönnt sich ne kleine Pause. Es ist unglaublich erheiternd ihn 
zwischen großen Hunden wie einenTornado vorbeiflitzen zu sehen. 
Es überrascht einen immer wieder wie viel Energie doch in ihm steckt.
Und wie viel Wahnsinn.


Nach einem sehr belebten Halloweenabend mit Milena, gings mit Anna ins Kino. Die Viennale fand ja statt. Und hat mir kräftig das Geld aus den Taschen gezogen. Besonders gefreut hab ich mich auf den neuen Godard Film Adieu au Langage. Mir kommt vor, dass Godard noch nie so sehr in einem Film "gespielt" hat wie in diesem. Jemanden diesen Film zu erklären der mit Godard nicht vertraut ist, ist ein schweres Unterfangen da es sich einfach komplett vom typischen Kinoerlebnis unterscheidet. Der Dialog wurde hauptsächlich  von Literatur übernommen, es wurde mit akustischen Mitteln viel gespielt und Godard benutzt 3D auf eine ganz neue, ungewöhnliche Weise. Als eigene Kunstform. AUSSERDEM IST ES SEHR SCHÖN SO VIELE SZENEN MIT NEM KLEINEN NIEDLICHEN HUND SEHEN ZU KÖNNEN!
Nach der Vorstellung, drehte ich eine kleine Runde im Stadtpark, da an diesem
 Tag die Sonne fast am bersten war . So schlenderte ich  vorbei an alten Leuten
 mit alten Büchern, jungen Paaren mit junger Liebe, fetten Tauben und fetten Kindern.
Plötzlich ertönt romantische Saxophondudelei. Careless Whisper von George Michael.
 Diese Szenerie, dieser Moment war so vollkommen,
 SO UNGLAUBLICH WITZIG UND KITSCHIG puh
Es war ein wundervoller Tag


Paar Tage danach gabs Frühstückskino. Anna war total begeistert von der Idee um fünf aufzustehen und sich
 um halb sieben Frank anzugucken. Ich dachte nicht, dass es so wenig Überzeugungsarbeit brauchen würde.
Es hat mich unglaublich gewundert wie viele Leute sich frühmorgens einen Film im Kino ansehen wollten.
 Und noch erschreckender, wie motiviert sie waren.
Okay vielleicht lag das einerseits an den gratis Schokocroissants, Nussschnecken und dem Kaffee.  
Mit Schokomilch (Anna wähle gezielt Vanille) und köstlichem frischen Gebäck ausgerüstet,
 machten wir uns auf diesen unglaublich gemütlichen Sesseln breit und gaben uns dem frühmorgendlichen Film hin,der ziemlich unterhaltsam war. 
Was gibt es schöneres als eine lachende Zuschauermenge im Kino, heh.
Der Rest des Tages verging etwas schwerfälliger , doch wer schon mal mit Annas enormer
 Energie Bekanntschaft gemacht hat, wird sich kaum wundern 
dass sie danach begeistert Shoppen gehen wollte. 
Bitte um herrgotsswillen, probiert diese verdammten Frühstückskekse. 
Besonders die Kakaosorte.
SIE KONTROLLIEREN SEITHER MEINEN ALLTAG 
ALLES IST DARAUFHIN GERICHTET WANN DIE NÄCHSTE PACKUNG FRÜHSTÜCKSKEKSE ZU KAUFEN IST
 HILFE!!11


Nicht nur die Kinobesuche zapfen am Geldhahn. Sondern auch die Konzerte!

Mooseblood - es war unglaublich kalt. Keiner wollte sich bewegen.
Und ich denke die Band war ein wenig enttäuscht über das lahme Publikum.
Haben aber wundervoll gespielt. Und puh der Frontmann , puuuuh.

Seahaven -  verdammt es war abgöttisch gut sie live zu sehen. Spielten auch alle meine Lieblingslieder.
Und langsam wurde auch dem Publikum schon etwas wärmer.

Ach und entschuldigung für die qualitativ mistigen Handykonzertfotos hehe

Balance & Composure -  Ich war so PUMPED FÜR DIESES KACK KONZERT ES WAR
SO UNGLAUBLICH TOLL UND DIE MUSIK UND AH MIR FEHLEN DIE WORTE
WENN ICH DARAN ZURÜCKDENKE ICH LIEBE DIESE BAND SO UNGLAUBLICH SEHR
*schweratme*
Zeitlich wurde es dann eng weil die Ubahnen unter der Woche ja nur bis Mitternacht fahren.
 Ging sich dann aber gott sei dank noch aus. Puh es war zu genial c:

So jetzt zeige ich auch nach ner Zeit mal wieder mein Gesicht. Was ich danach meistens irgendwie bereue,
weils doch komisch wirkt Bilder von sich zu machen. Und die iwo online zu stellen.
Props an die Leute die regelmäßig am Selfieballern sind und n stabilen Grad von Selbstakzeptanz gefunden haben. 

Kaum zwei Wochen nach dem einen Konzert folgt schon das nächste. Das wars aber für diesen Monat schätz ich!

DZ Deathrays - Mir kam vor ich war die einzige die irgendwie wenigstens am rumwippen war. 
Was ist mit diesen Leuten die dauernd nur rumstehen, sich noch ein Bier holen  um extra ne Begründung
 zu haben warum sie sich nicht bewegen können.  Die Band war jedenfalls extrem super.
 Das neue Album ist sehr zu empfehlen, falls jemand gern lo fi trash Zeug hört.

The Orwells - Ab hier sind die Leute komplett durchgedreht. Mario Cuomo hatte immer so ein 
leicht zufriedenes merkwürdiges Lächeln. Ich schiebs mal aufs betrunken sein. Seine Hose war ein bisschen
 zu eng höh. Und er hat sich seine Haare kürzer geschnitten, seuftz. War jedenfalls extrem toll, 
die Musik und  Atmosphäre waren wahnsinn.


Anna hatte ne wunderbare Idee die deprimierende Seite des 20. Bezirks in dem wir wohnen zu präsentieren.
 Darf ich vorstellen, DISTRICT 20! lol




Wirkt es nicht wirklich niederschlagend? Und hier sieht man diesen kleinen Boy seinen Schmerz auf den
Spielplatz spucken. Puh jetzt wird mir ganz schwer ums Herz.

Obligatorisches Kritzelkratzel 



















Das wars auch schon von mir. Hier ist mein aufblasbarer Alienkumpel. Das ist die Gesellschaft die man
 eigentlich haben will. Saugt nicht an den Energiereserven, ziemlichniedriger Verantwortungspegel
und er findet es auch okay wenn man mal paar Tage kein Wort mit ihm wechselt.

Mal sehn was November neben dem ganzen lernen noch so mit sich bringt. Ich wünsch euch nen schönen November!