8. November 2014

Das Absurde am Leben macht es erst erträglich





Unglaublich bedrohlich. Dieser Blick übertrifft jeden Wahnsinn.

Das Wahnsinnige gönnt sich ne kleine Pause. Es ist unglaublich erheiternd ihn 
zwischen großen Hunden wie einenTornado vorbeiflitzen zu sehen. 
Es überrascht einen immer wieder wie viel Energie doch in ihm steckt.
Und wie viel Wahnsinn.


Nach einem sehr belebten Halloweenabend mit Milena, gings mit Anna ins Kino. Die Viennale fand ja statt. Und hat mir kräftig das Geld aus den Taschen gezogen. Besonders gefreut hab ich mich auf den neuen Godard Film Adieu au Langage. Mir kommt vor, dass Godard noch nie so sehr in einem Film "gespielt" hat wie in diesem. Jemanden diesen Film zu erklären der mit Godard nicht vertraut ist, ist ein schweres Unterfangen da es sich einfach komplett vom typischen Kinoerlebnis unterscheidet. Der Dialog wurde hauptsächlich  von Literatur übernommen, es wurde mit akustischen Mitteln viel gespielt und Godard benutzt 3D auf eine ganz neue, ungewöhnliche Weise. Als eigene Kunstform. AUSSERDEM IST ES SEHR SCHÖN SO VIELE SZENEN MIT NEM KLEINEN NIEDLICHEN HUND SEHEN ZU KÖNNEN!
Nach der Vorstellung, drehte ich eine kleine Runde im Stadtpark, da an diesem
 Tag die Sonne fast am bersten war . So schlenderte ich  vorbei an alten Leuten
 mit alten Büchern, jungen Paaren mit junger Liebe, fetten Tauben und fetten Kindern.
Plötzlich ertönt romantische Saxophondudelei. Careless Whisper von George Michael.
 Diese Szenerie, dieser Moment war so vollkommen,
 SO UNGLAUBLICH WITZIG UND KITSCHIG puh
Es war ein wundervoller Tag


Paar Tage danach gabs Frühstückskino. Anna war total begeistert von der Idee um fünf aufzustehen und sich
 um halb sieben Frank anzugucken. Ich dachte nicht, dass es so wenig Überzeugungsarbeit brauchen würde.
Es hat mich unglaublich gewundert wie viele Leute sich frühmorgens einen Film im Kino ansehen wollten.
 Und noch erschreckender, wie motiviert sie waren.
Okay vielleicht lag das einerseits an den gratis Schokocroissants, Nussschnecken und dem Kaffee.  
Mit Schokomilch (Anna wähle gezielt Vanille) und köstlichem frischen Gebäck ausgerüstet,
 machten wir uns auf diesen unglaublich gemütlichen Sesseln breit und gaben uns dem frühmorgendlichen Film hin,der ziemlich unterhaltsam war. 
Was gibt es schöneres als eine lachende Zuschauermenge im Kino, heh.
Der Rest des Tages verging etwas schwerfälliger , doch wer schon mal mit Annas enormer
 Energie Bekanntschaft gemacht hat, wird sich kaum wundern 
dass sie danach begeistert Shoppen gehen wollte. 
Bitte um herrgotsswillen, probiert diese verdammten Frühstückskekse. 
Besonders die Kakaosorte.
SIE KONTROLLIEREN SEITHER MEINEN ALLTAG 
ALLES IST DARAUFHIN GERICHTET WANN DIE NÄCHSTE PACKUNG FRÜHSTÜCKSKEKSE ZU KAUFEN IST
 HILFE!!11


Nicht nur die Kinobesuche zapfen am Geldhahn. Sondern auch die Konzerte!

Mooseblood - es war unglaublich kalt. Keiner wollte sich bewegen.
Und ich denke die Band war ein wenig enttäuscht über das lahme Publikum.
Haben aber wundervoll gespielt. Und puh der Frontmann , puuuuh.

Seahaven -  verdammt es war abgöttisch gut sie live zu sehen. Spielten auch alle meine Lieblingslieder.
Und langsam wurde auch dem Publikum schon etwas wärmer.

Ach und entschuldigung für die qualitativ mistigen Handykonzertfotos hehe

Balance & Composure -  Ich war so PUMPED FÜR DIESES KACK KONZERT ES WAR
SO UNGLAUBLICH TOLL UND DIE MUSIK UND AH MIR FEHLEN DIE WORTE
WENN ICH DARAN ZURÜCKDENKE ICH LIEBE DIESE BAND SO UNGLAUBLICH SEHR
*schweratme*
Zeitlich wurde es dann eng weil die Ubahnen unter der Woche ja nur bis Mitternacht fahren.
 Ging sich dann aber gott sei dank noch aus. Puh es war zu genial c:

So jetzt zeige ich auch nach ner Zeit mal wieder mein Gesicht. Was ich danach meistens irgendwie bereue,
weils doch komisch wirkt Bilder von sich zu machen. Und die iwo online zu stellen.
Props an die Leute die regelmäßig am Selfieballern sind und n stabilen Grad von Selbstakzeptanz gefunden haben. 

Kaum zwei Wochen nach dem einen Konzert folgt schon das nächste. Das wars aber für diesen Monat schätz ich!

DZ Deathrays - Mir kam vor ich war die einzige die irgendwie wenigstens am rumwippen war. 
Was ist mit diesen Leuten die dauernd nur rumstehen, sich noch ein Bier holen  um extra ne Begründung
 zu haben warum sie sich nicht bewegen können.  Die Band war jedenfalls extrem super.
 Das neue Album ist sehr zu empfehlen, falls jemand gern lo fi trash Zeug hört.

The Orwells - Ab hier sind die Leute komplett durchgedreht. Mario Cuomo hatte immer so ein 
leicht zufriedenes merkwürdiges Lächeln. Ich schiebs mal aufs betrunken sein. Seine Hose war ein bisschen
 zu eng höh. Und er hat sich seine Haare kürzer geschnitten, seuftz. War jedenfalls extrem toll, 
die Musik und  Atmosphäre waren wahnsinn.


Anna hatte ne wunderbare Idee die deprimierende Seite des 20. Bezirks in dem wir wohnen zu präsentieren.
 Darf ich vorstellen, DISTRICT 20! lol




Wirkt es nicht wirklich niederschlagend? Und hier sieht man diesen kleinen Boy seinen Schmerz auf den
Spielplatz spucken. Puh jetzt wird mir ganz schwer ums Herz.

Obligatorisches Kritzelkratzel 



















Das wars auch schon von mir. Hier ist mein aufblasbarer Alienkumpel. Das ist die Gesellschaft die man
 eigentlich haben will. Saugt nicht an den Energiereserven, ziemlichniedriger Verantwortungspegel
und er findet es auch okay wenn man mal paar Tage kein Wort mit ihm wechselt.

Mal sehn was November neben dem ganzen lernen noch so mit sich bringt. Ich wünsch euch nen schönen November!


12. Oktober 2014


Herbstlicher Friedhofsspaziergang mit Anna























Tag der offenen Tür im Kinokulturhaus




Game City, nicht so unglaublich spektakulär









Kastanientierfreund und einsames Apfelstrudelschmausen

all around me are familiar faces... worn our places.. hehe




Leider den Scanner nicht nach Wien mitgenommen, pardon














Ich bin unglaublich müde. Es passiert viel, es ändert sich viel. Jedenfalls gefällt mir das Studium, ich hab nach nem Jahr endlich Leute kennengelernt (bravo gobsi) und meine Woche besteht mittlerweile nicht mehr aus reiner zimmerrumsitzerei, ich tu endlich dinge. I'm going places. Das ist ne Umstellung für mich und ich überlege ernsthaft wie das nun weitergehen soll. Mit einigen Dingen. Irgendwie muss ja jeder dann mal wissen was er will. Und ich weiß es grad nicht wirklich. Vielleicht muss ich es nicht wissen, bis jetzt gehts auch so. Gings immer - irgendwie! Aber ich möchte keine Energie mehr in Dinge stecken die auf Dauer vergebens sind, die nicht erfüllend sind, die diese Energie nur schlucken. Was auch immer ich mir damit selbst sagen will. Nach Sibirien auswandern gilt immer noch. Aber jetzt lass ich mich einfach dahintreiben. Es ist eine sehr verwirrende Zeit!