28. Dezember 2016

Jurassic Park but instead of dinosaurs they clone Mads Mikkelsen and everything is fine





Tagchen. Ja nach 3 Monaten Eintrag vor sich herschieben schämt man sich schon ein bisschen. Aber nur ein bisschen. Die überbleibende Freizeit verbring man dann doch lieber damit sich schlechter audiovisueller Beschallung hinzugeben, als schlechte Bilder upzuloaden und drauf hoffen, dass sich der Eintrag irgendwie von selber schreibt, weil der Gedanke den ersten Satz formulieren zu müssen dir mehr weh tut als der Tod gestern von dem Typen der Watership Down geschrieben hat. 

In den drei Monaten hat sich alles und nichts geändert. Man steckt hoffnungslos in dieser Rakete die mit highspeed gegen das Unbekannte rast, Akzeleration des Lebens at its finest. Absurdität leben um der Absurdität zu entkommen. Kopf und Geist am deteriorieren, aber wer kann sich nach dem Jahr schon noch wie ne gut geölte Maschine fühlen. Die Götter mögen uns vor der schon dampfenden, mit jedem Tag wachsenden Scheißwand retten, die nächstes Jahr auf uns herabbrechen könnte. Aber bis jetzt spielt es sich noch ganz gut. 

Ich alte Hexe habe es irgendwie geschafft die Person die ich mag von mir zu überzeugen. Das Endprodukt für dieses Jahr war dann ein kleiner weihnachtlicher Aufenthalt in Ljubljana. Das alles, plus der von mir zu Tode geliebte exjugoslawische Flair, haben zu meiner alltäglichen Realitätsverlustringerei ziemlich stark beigetragen. Alles so greifbar und in der selben Sekunde irreal.
Aber schon irgendwie geil. Also deiner wirklich komplett bananigen zweite Hälfte endlich begegnet zu sein. Und exjugoslawischer Flair natürlich. Puh, da schlug mir mein Commie-Herz schon bis zum Hals. 

Am Weihnachtstag gings zum autonomen Künstlerviertel Metelkova. An abgefuckter Kunst mangelte es nicht. Erinnerte ein wenig an die Arena, nur geschätzte 110% cooler. 

















Am letzten Tag, gerade dem nebelverhangensten, wanderte man zur Burg rauf, stoppte bei nem vollgeramschten Laden von nem Typen der irgendwie besessen war von den Olymischen Spielen in Bosnien. Meine Wenigket suchte in allen nooks and crannies nach kommunistischer Propaganda aber die einzige Propaganda die sich da fand galt dem Schispringen. 










Scheiße also, hands down, ich hab noch nie so viele Hunde in einer Stadt gesehen. Besonders die Rassenvielfalt. All die Hunde von denen ich schwärme live zu sehen, war einfach zu viel für mein Dogelover Herz. Bin bei jedem Tier gut 10 Sekunden stehen geblieben um ihn mit einem OOH LOOK AT YOUU zu bestaunen. (Verzeih mir Ben, nach dem dritten Hund hätte ich Ruhe geben können aber es war zu wundervoll. Es war so.. wundervoll..)



Look at him being all pretty and shit.

Der lief da einfach so rum. Mit seiner 10 Meter Leine. Einfach so. 














TITOOOOOOOOOOO






Wenn irgendwer von euch sich jemals in Ljubljana wiederfinden sollte, dann wär ein Abstecher im Organic Garden bei denen ziemlich zu empfehlen. Ja, die Burger erinnern total an die aus der einen Spongebob Episode. Ihr wisst schon, die eine mit den bunten Burgern. Nur das der real deal wirklich der real deal war. Der erste Bissen ließ mein innerstes Wesen implodieren. It was bliss, pure bliss. 

Fein war auch die Ausstellung über Ulay. Der Typ der ne ziemlich lange Weile mit Marina Abramovic zusammen war. Finde die beiden einfach genius, und dann zufälligerweise eine Ausstellung von ihm zu erwischen hat mir Freude jenseits jeglichen Verstandes gebracht. 













Weihnachtsbaum von der Straße adoptiert. Christmasfeels guaranteed. 




Jetzt sitz ich daheim, mit meinem Gläschen OJ, blicke zurück auf die letzte Woche und bin wieder mit dieser kribbelnden Surrealität konfrontiert. Wie viel davon echt war oder wie viel echt ist, ist mir im Moment auch ziemlich gleich, mir geht es nicht um punktgenaues Einordnen von Erinnerungen und Eindrücken. Der Hunger nach weiteren eingebildet unwirklich wirkenden Ereignissen wächst stetig. Es war mehr als nur schön, und das nächste Jahr wird auch mehr als nur erträglich, sogar eine Neugierde auf die kommenden Monate übermannt mich in stilleren Momenten. Sonst war es immer ein Bangen und Existenz negieren. Jetzt werd ich mir die Zukunft aber so richtig schönprügeln.




Anna, um überschüssiger Sentimentalität vorzubeugen halte ich mich kurz; ich danke Jesus meinem Bro dass er uns am ersten Schultag nebeneinandersitzen ließ. Danke dass du mit mir kommuniziert hast, obwohl meine style choices mehr als nur fragwürdig waren. Sieben Jahre jetzt ne? Heilige scheiße dass ist jetzt schon länger her als der Release von Kanyes bestem Album to date. (Damit meine ich My Beautiful Dark Twisted Fantasy, fight me). Es ist so ein geniales Gefühl wen zu haben mit dem man über jeden Blödsinn labern kann, mit dem man auf Gigs gehen kann, der gute Suppen kocht, einen bei Singstar immer kaputt macht und sich über Money Boys kulinarische Entscheidungen unterhält. Bevor du ins assi Deutschland abhaust wird noch so viel Mist mit dir gemacht. Irgendwo wünscht sich mein kleines egoistisches böses Ich, dass du nicht nach Deutschland kommst. Aber der größere Teil von mir gönnt dir das natürlich. God bless liegt dieses Land nicht auf der anderen Erdkugelseite. In München gibts ja auch zig geniale Gigs bei denen man sich mit Gin betrinken kann. Und vielleicht betrink ich mich dann auch wirklich mal und sags nicht nur so, wie all die male zuvor :p 











Sonst hab ich die restliche Zeit eigentlich nur damit verbracht mich mit allmöglichen Sachen vollzustopfen. Besonders gern erinnere ich mich an die Mittwoche. Man hat die erste Übung hinter sich, müsste ins andere Universitätsgebäude zur nächsten Vorlesung. Man geht sogar hin. Stellt sich in den Saal. Blickt von oben herab auf all die Reihen. Findet natüüüürlich keine drei freien Plätze, und man hat ja eh schon 10 Minuten der Vorlesung verpasst. Es ist wundervoll wie wir es immer wieder trotzdem versuchen, aber tief in unserem Innersten wissen, dass wir im Endeffekt im Burrito Laden landen werden. Dafür dass ich vor einem Jahr noch nie nen Burrito in der Hand gehalten habe, bin ich jetzt ziemlich am aufholen. 








Legendäre Krippenfiguren. Bin mit Ben fast krepiert, bis ein Kind seine Mutter gefragt hat warum wir so am lachen sind. 






Ein neues Kätzchen, darf ich vorstellen; Taro. Ein charmanter Kater mit wundervollem Smirk der nach Tannenbaum duftet. 

Reichlich viel Propaganda zur Weihnachtszeit für meine Mitmenschen.























Thanks Onna, bless ur soul. 












Westworld stark zu empfehlen. 





















selbstportrait, gobsi im winter





Hier finden wir uns nun wieder am Ende. Wann der nächste Eintrag folgen wird ist ungewiss. Mich plagen zwei Seminararbeiten, Übungen, zwei Prüfungen und ne Bachelorarbeit. Wie ich die nächsten Monate überleben werde ist noch ungewiss. Aber die Zähne zusammenbeißen wird man müssen. Die netten Konzerte im Februar will man noch miterleben. Kinobesuche mit dem Liebsten natürlich auch. Wenn sich aber genug Zeichnungen und anderes Material angesammelt haben sollte sich schon ein Eintrag zusammenbauen lassen. Das hab ich die letzten Monate aber auch gefühlt jede Woche von mir gegeben. Erstmal gscheid ins neue Jahr reinfeiern. So wie 2016 verlaufen ist könnte eh jeder weitere Tag der letzte sein. 

Stay posi guys.